Essay zum Zusammenhang von Geldordnung und den Fundamenten der sozialen Sicherheit.Bereits Mitte des 18.Jahrhunderts beschrieb David Hume die soziale Gerechtigkeit als Mittel zur Schlichtung sozialer Interessenskonflikte. Nach Hume bestehen die Fundamente der sozialen Sicherheit im Eigentum, im bindenden Charakter von Verträgen und in sozialer Verteilungsgerechtigkeit. Die These des vorliegenden Essays ist, dass diese Fundamente durch die herrschende Geldordnung nicht nur negativ beeinflusst, sondern sukzessive komplett verunmöglicht werden. Für viele von uns ist Geld alltags bestimmend und häufig eine kritische Größe: „Wie teuer ist dieses oder jenes, wie viel verdiene ich, kann ich mir diese oder jenes leisten oder (noch) nicht?“ Wir bezeichnen im Wesentlichen Münzen, Geldscheine und Guthaben auf dem Girokonto, der Kreditkarte oder Schecks als Geld. Die Verflechtung des Geldes mit dem Zins gilt dabei als selbstverständlich, ja als fast natürliches Phänomen. Nur wissen die meisten Menschen nicht, dass der innerste Funktionsmechanismus des Zinses die Umverteilung der Vermögen des Großteils der Bevölkerung zu einer sehr kleinen, sehr reichen Bevölkerungsschicht ist.
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