Essay zum Zusammenhang von Geldordnung und den Fundamenten der sozialen Sicherheit.

Bereits Mitte des 18.Jahrhunderts beschrieb David Hume die soziale Gerechtigkeit als Mittel zur Schlichtung sozialer Interessenskonflikte. Nach Hume bestehen die Fundamente der sozialen Sicherheit im Eigentum, im bindenden Charakter von  Verträgen und in sozialer Verteilungsgerechtigkeit.

Die These des vorliegenden Essays ist, dass diese Fundamente durch die herrschende Geldordnung nicht nur negativ beeinflusst, sondern sukzessive komplett verunmöglicht werden.
Dazu soll zunächst die Zins- und Geldschöpfungsproblematik aufgezeigt werden.

Für viele von uns ist Geld alltags bestimmend und häufig eine kritische Größe: „Wie teuer ist dieses oder jenes, wie viel verdiene ich, kann ich mir diese oder jenes leisten oder (noch) nicht?“  Wir bezeichnen im Wesentlichen Münzen, Geldscheine und Guthaben auf dem Girokonto, der Kreditkarte oder Schecks als Geld.

Die Verflechtung des Geldes mit dem Zins gilt dabei als selbstverständlich, ja als fast natürliches Phänomen. Nur wissen die meisten Menschen nicht, dass der innerste Funktionsmechanismus des Zinses die Umverteilung der Vermögen des Großteils der Bevölkerung zu einer sehr kleinen, sehr reichen Bevölkerungsschicht ist.

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Volkswirtschaftslehren

Adam Smith (1723-1790) vertrat eine liberale Wirtschaftspolitik: Wettbewerb, Freihandel, Gewerbefreiheit und Privateigentum würden, wenn sich der Staat mit Eingriffen heraushält, zu Interessenausgleich und Wohlstand für alle sorgen.

Das Gegenteil trat ein: Im „Manchesterkapitalismus“ des 19.Jh. kam es zu schlimmer sozialer Ungerechtigkeit und Ausbeutung (Kinderarbeit , 12-14 Std. Arbeitstag, Willkür, keine Versicherungen).

John Maynard Keynes (1883-1946) vertraut den Selbstheilungskräften des Marktes nicht völlig und will den Staat in Krisenzeiten eingreifen lassen, indem er antizyklisch agiert sollen Konjunkturzyklen abgedämpft werden. Ein resultierendes Haushaltsdefizit soll in günstigeren Konjunkturzyklen abgetragen werden.

Karl Marx (1818-1883) meinte, die ungleichen Verhältnisse dadurch beseitigen zu können, dass er die Produktionsmittel verstaatlichte und so den reichen Kapitalisten entzog. Das Proletariat sollte die Regierungsgewalt übernehmen, bis eine klassenlose Gesellschaft im Besitz aller Produktionsmittel eine gleichmäßige Verteilung der Wertschöpfung erreicht.
Der Versuch einer Umsetzung dieser Ideen im „real existierenden Sozialismus“ der Ostblockstaaten dürfte als gescheitert anzusehen sein.

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Eine Geschichte

Drei Freunde trafen sich jeden Dienstagabend beim Stammtisch, der Wirt, ein Malermeister und ein Kürschner. Eines Tages kam ein fremder Gast, ein Reisender, der eine Nacht in der Gastwirtschaft über-nachtet hatte, zum Wirt und bat ihn, einen 1.000-€-Schein in Verwahrung zu nehmen, da er selbst nicht mit so viel Geld reisen wolle. In fünf Wochen käme er wieder durch den Ort und würde das Geld dann wieder abholen. Der Wirt legte den Schein in seinen Safe.

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Wachstum?

Jeder weiß, dass es in der Natur für jedes Wachstum eine Grenze gibt. Ständiges Wachstum ist unnatürlich; das gilt auch für das Wirtschaftswachstum.

Dennoch fordern alle großen Parteien, Verbände und Gewerkschaften ständiges Wachstum der Wirtschaft, weil nur so die Arbeitsplätze erhalten bleiben oder neu geschaffen werden. Dabei ist klar, dass ständiges Wachstum (in der Medizin wäre das „Krebs“) in einem begrenzten System wie unserer Erde zum ökologischen Kollaps führen wird. (Die Umwelt leidet; das Prinzip der Nachhaltigkeit wird nicht angewandt.)

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Ein Märchen?

Es war einmal ...

eine Familie in einem kleinen Dorf, die besonders gesegnet war. Alles was diese Familie unternahm, gelang zur Zufriedenheit. Mit der Zeit wurde die Familie reich und begann, den anderen Dorfbewohnern kleine Kredite zu gewähren, damit es ihnen auch besser gehen sollte. Die Dorfbewohner waren der Familie dankbar, dass sie ihnen geholfen hatte, und so gaben sie immer etwas mehr zurück, als ihnen geliehen worden war. Das ging eine Generation so weiter, alle waren zufrieden, das Dorf entwickelte sich zu einer wohlhabenden Gemeinde.

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